Dabei startet der HCT eigentlich gut in die Partie. Die Thurgauer sind im ersten Drittel die bessere Mannschaft und kommen zu mehreren Möglichkeiten. Die grösste davon hat Marchand, dessen Abschluss jedoch am Pfosten landet. Einmal mehr bleibt die Chancenauswertung die grosse Problemzone. So geht es trotz Thurgauer Vorteilen torlos in die erste Pause.
Danach kippt die Partie. In der 25. Minute bringt Melnalksnis die Bündner mit 1:0 in Führung. Die HCT-Defensive präsentiert sich in dieser Phase etwas unsortiert. Zwar hat Etter nur eine Minute später die Chance auf den Ausgleich, doch erneut fehlt das Abschlussglück. Stattdessen folgt in der 27. Minute der nächste defensive Aussetzer: Lindemann bugsiert den Puck am Ende unglücklich mit dem Schlittschuh ins eigene Tor – 2:0. Danach stabilisieren sich die Leuen zwar wieder, doch Chur wirkt bissiger und entscheidet gefühlt vier von fünf Zweikämpfen für sich. Mit dem Zwei-Tore-Rückstand geht es in die zweite Pause.
Im Schlussdrittel meldet sich der HCT zurück. Derungs trifft in der 43. Minute im Powerplay sehenswert zum 2:1. Thurgau ist nun bemüht, nimmt sich mit unnötigen Strafen aber immer wieder selbst den Schwung. Immerhin: Das Boxplay funktioniert und hält die Leuen im Spiel.
In der 58. Minute bietet sich Okabe nach einem Solo die grosse Ausgleichschance, sein Abschluss landet mitten im Bauch des Churer Torhüters Neckar. Der HCT nimmt sein Timeout, ersetzt den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler – doch die Partie scheint verloren. Dann kommt die 60. Minute. Zehn Sekunden vor Schluss will Neckar den Puck befreien (oder sogar ein Goalie-Goal erzielen?) trifft ihn aber nicht richtig. Zachary Okabe sagt Danke und schiebt zum kaum mehr für möglich gehaltenen 2:2 ins leere Tor ein.
In der Verlängerung fällt keine Entscheidung, es kommt zum Penaltyschiessen Dort legt Deussen vor, Lars Frei gleicht für Chur aus. Also geht auch das Shootout in die Verlängerung – und dort sorgt Fabio Murer mit einem eiskalt verwandelten Penalty für die Entscheidung.
Der HCT kommt damit auf ziemlich glückliche Art zu zwei Punkten. Nun bleibt eine Woche Zeit, um im Training weiterzuarbeiten – und an der WEGA auch etwas Moral für die kommenden Aufgaben zu tanken.






























