Hartes Brot statt Sonntagskost

Zwei Tage nach dem 5:1-Heimsieg über den EHC Winterthur landet der HC Thurgau zurück auf dem Boden der Realität und serviert den zahlreich mitgereisten Fans hartes Brot anstelle eines saftigen Sonntagsbratens. Der HCT liess sich vom SC Langenthal in allen Belangen dominieren und musste seine Rückreise mit einer diskussionslosen 5:0-Niederlage antreten.

Ein nachdenklicher Cody Wydo im Spiel gegen den SC Langenthal (Foto: sports-media.ch)

Hartes Brot statt Sonntagskost

Zwei Tage nach dem 5:1-Heimsieg über den EHC Winterthur landet der HC Thurgau zurück auf dem Boden der Realität und serviert den zahlreich mitgereisten Fans hartes Brot anstelle eines saftigen Sonntagsbratens. Der HCT liess sich vom SC Langenthal in allen Belangen dominieren und musste seine Rückreise mit einer diskussionslosen 5:0-Niederlage antreten.

Der SC Langenthal startete druckvoll in die Partie und beschäftigte die HCT-Defensive ab der ersten Sekunde. Nicola Aeberhard, der wiederum das Vertrauen von Stephan Mair genoss, konnte sich wahrlich nicht über mangelnde Arbeit beklagen. Erst Cody Wydo's Breakaway in der vierten Minute und der daraus resultierenden 2-Minuten-Strafe gegen den SCL brachte den Leuen Entlastung. Die Thurgauer liessen die Überzahlsituation - wie sämtliche weiteren des Spiels - jedoch ungenutzt verstreichen und mussten sich bei numerischem Gleichstand wieder auf die Defensivarbeit konzentrieren. Somit war es nur eine Frage der Zeit, bis die Oberaargauer den Führungstreffer bejubeln konnten.

In der achten Spielminute war es dann um die Ungeschlagenheit der Thurgauer geschehen, als sich Yves Müller nahe der blauen Linie ein Herz fasste und den Puck über den Schoner von Aeberhard in die Maschen drosch. Der SCL knüpfte in der Folge da an, wo er aufgehört hatte und erspielte sich im Minutentakt weitere Tormöglichkeiten. Die Leuen ihrerseits vermochten keine Offensivakzente zu setzen und so war es nicht verwunderlich, dass die Scheibe keine drei Minuten später wiederum im Kasten der Thurgauer lag. Dario Kummer war um die Zwei-Tore-Führung der Langenthaler besorgt. Als dann Tom Gerber eine Minute vor Drittelsende das Score mittels Ablenker auf 3:0 erhöhte, war sich jedermann im Klaren, dass ein Punktgewinn ein kleineres Wunder benötigen würde.

Zwar konnten die Leuen das Spielgeschehen im zweiten Drittel ausgeglichener gestalten, doch von einem Torerfolg blieben sie weit entfernt. Die Abschlussversuche waren allesamt zu harmlos oder ansonsten stand da ein sicherer Philip Wüthrich auf Seiten des SCL zwischen den Pfosten. So endete ein emotions- und kampfloses Drittel seitens beider Mannschaften torlos. 

In das letzte Drittel starteten die Leuen in Unterzahl und überstanden diese auch schadlos. Unmittelbar als Melvin Merola von der Strafbank auf das Eis zurückgekehrt war, lag die Scheibe doch noch hinter Nicola Aeberhard. Giacomo Dal Pian erhöhte nach mustergültigem Zuspiel von Ex-Thurgauer Toms Andersons auf 4:0. In der Folge musste der SCL nicht mehr und der HCT konnte seinerseits nicht, wie schon über das gesamte Spiel hinweg. Den Schlusspunkt des Spiels setzten die Oberaargauer wenig überraschend in Überzahl. Robin Leblanc verwertete ein schönes Zuspiel von Philipp Rytz mittels Direktabnahme zum 5:0.

Passend zur gebotenen Leistung konnten die Leuen an diesem Abend keinen Treffer bejubeln und verliessen das Eis diskussionslos als Verlierer. Die gezeigte Darbietung stimmt nachdenklich und wirft einige Fragen auf. Dem Coaching Staff bleibt nicht viel Zeit zur Korrektur, denn bereits am Dienstag gastiert der EHC Olten in der heimischen Gütti.

Matchtelegramm

SC Langenthal - HC Thurgau 5:0 (3:0, 0:0, 2:0)
KEB Schoren - 2'272 Zuschauer - SR: Oggier/Boverio; Cattaneo/Wermeille

8' Müller (Pienitz, Dünner) 1:0; 11' Kummer (Tschannen, Müller) 2:0; 19' Gerber (Karlsson, Andersons) 3:0; 43' Dal Pian (Andersons) 4:0; 54' Leblanc (Rytz, Tschannen - Ausschluss Wildhaber) 5:0

Strafen: 4 x 2 Minuten gegen SC Langenthal; 3 x 2 Minuten gegen HC Thurgau

SC Langenthal: Wüthrich (Zaugg); Rytz, Christen; Müller, Pienitz; Henauer, Maret; Scheidegger, Hess; Tschannen (C,TS), Kummer, Kelly; Sterchi, Dünner, Leblanc; Gerber, Karlsson, Andersons; Wyss, Dal Pian, Nyffeler

HC Thurgau: Aeberhard (Schwendener); Parati (C), El Assaoui; Wildhaber, Seiler; Collenberg, Steinauer; Gurtner, Kellenberger; Wydo (TS), Rundqvist, Frei; Merola, Hollenstein, Primeau; M. Loosli, Brändli, Arnold; J. Loosli, Vogel, Zanzi

Bemerkungen: Thurgau ohne Ryan, Hänggi, Moser, Bahar (alle verletzt).

Die restlichen SL-Partien in der Übersicht

EHC Kloten - GCK Lions 5:2 (2:2, 1:0, 2:0)
EHC Winterthur - EVZ Academy 0:4 (0:1, 0:2, 0:1)
HC La Chaux-de-Fonds - EHC Visp 5:3 (3:0, 2:3, 0:0)
EHC Olten - HC Ajoie 0:3 (0:0, 0:3, 0:0)

Nächstes Spiel:

Dienstag, 30. Oktober 2018, 20:00 Uhr, Güttingersreuti, Weinfelden: HC Thurgau - EHC Olten

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